Excellence in Dialogue

The annual lecture “Excellence in Dialogue” held at the end of each winter semester aims to provide a platform for an exchange of experience with experienced personalities from scientific and education politics in Stuttgart. In the past, the University of Stuttgart was able to win renowned speakers for this lecture series.

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Prof. Dr. Lino Guzzella
Präsident der ETH Zürich

Wissenschaft im Spannungsfeld von Breite und Spitze

Der Schweizerische Bundesstaat bzw. das ETH-Gesetz definiert die Ziele und die Kernaufgaben der ETH Zürich als naturwissenschaftlich-technische Universität. Diese bestehen aus Ausbildung, Forschung und dem Transfer von Wissen in die Gesellschaft. Die ETH Zürich definiert ihrerseits die strategischen Schwerpunkte und strebt in all ihren Aktivitäten nach Exzellenz. Wir haben somit einerseits die politischen Vorgaben und Erwartungen des Eigners der ETH in der gesellschaftlichen Breite und anderseits das Selbstverständnis der Hochschule zur wissenschaftlichen Spitze. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die ETH und sie tut dies seit rund 160 Jahren mit Erfolg. Drei Elemente erweisen sich dabei als für den Erfolg der Hochschule entscheidend: Autonomie, Offenheit und Finanzierung. Autonomie eröffnet Gestaltungsspielräume und verhindert eine Einflussnahme durch die Politik, Offenheit ist eine Bedingung für die Rekrutierung der besten Köpfe und Talente. Eine ausreichende Finanzierung schliesslich ist eine Voraussetzung für Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Der Vortrag erläutert das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte vor dem Hintergrund aktueller politischer und wissenschaftlicher Herausforderungen der ETH Zürich.  

10.02.2017

Prof. Dr. Jörg Hacker
Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

Wissenschaftsakademien als Foren des Dialogs zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik

Wissenschaft und Technik prägen unsere moderne Wissensgesellschaft in zunehmendem Maße. Auch die Politik sucht bei der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen immer intensiver seriösen wissenschaftlichen Rat. Dank dieser Tendenzen tritt ein traditionsreicher Typus wissenschaftlicher Institutionen wieder stärker in die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit: die Wissenschaftsakademien. Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist im Jahr 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt worden, vertritt seitdem die deutsche Wissenschaft im internationalen Akademiendialog und koordiniert die Beratung von Politik und Öffentlichkeit durch die deutschen Wissenschaftsakademien. Der Vortrag geht der Frage nach, welche institutionellen Eigenschaften die deutschen Wissenschaftsakademien besitzen, die ihre Beratung von Politik und Öffentlichkeit auf nationaler wie internationaler Ebene besonders unterstützen, und vermittelt diese Beratungstätigkeit anhand aktueller Beispiele. 

26.01.2016

Prof. Dr. Dr. Andreas Barner
Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Boehringer-Ingelheim GmbH

Die Universitäten und der Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland

04.02.2015

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner
designierter Präsident der Leibniz-Gemeinschaft

Technikwissenschaften in realen und virtuellen Welten

Technik und Technikwissenschaften befassen sich ursprünglich mit Fragen der greifbaren und veränderlichen Dinge der Welt. Modellierung und Simulation begleiten und ersetzen zunehmend das gegenständliche Experimentieren. Das verlangt von den Ingenieurwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Fähigkeit, zu abstrahieren und umgekehrt von Modellen auf die Wirklichkeit zu schließen.

Die Wechselwirkungen zwischen virtuellen und realen Welten sind dabei so reizvoll wie herausfordernd, insbesondere wenn übergreifende Forschungsfragen darin auch Anlass und Notwendigkeit konkreter interdisziplinärer Kooperationen erkennen lassen. Im Vortrag werden beide Dimensionen einer innerwissenschaftlichen Entwicklung erörtert.

29.01.2014

Prof. Dr. Peter Strohschneider
Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Selbstbezug und Fremdbezug. Über das Spannungsverhältnis von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft

05.02.2013

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt
Vorsitzender des Wissenschaftsrates

Standort Disneyland? Zum Realitätsgehalt der deutschen Wissenschaftspolitik

Wissenschaftspolitik wird von den Betroffenen – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wie Studierenden – mitunter als wirklichkeitsfremde Operation am offenen Herzen gedeutet. Demgegenüber beruft sich die Politik häufig auf die realen Rahmenbedingungen, die bestimmte Entscheidungen notwendig machen und erzwingen. Als Vorsitzender des Wissenschaftsrates wandelt Wolfgang Marquardt zwischen den Welten Wissenschaft und Politik und wird in seinem Vortrag versuchen, die unterschiedlichen Perspektiven miteinander zu vermitteln. In drei Schlaglichtern beleuchtet er Rahmenbedingungen von Wissenschaft und Wissenschaftspolitik im Jahr 2012: Die Illusion der Exzellenz? – Die Realität der Ökonomie – Die Simulation der Zukunft.

07.02.2012