February 22, 2018 / Sabine Sämisch

Kick-off Meeting für SFB 1313

“Everything is porous media. If you shake hands, you have porous media in your hands.” Diese Aussage des SFB-Sprechers Rainer Helmig könnte man so stehen lassen, um die Relevanz des Sonderforschungsbereiches 1313 zu verdeutlichen. Es gibt viele verschiedene, gesellschaftlich relevante Bereiche, in denen ein grundlegendes und tiefergehendes Verständnis für poröse Medien notwendig ist.

Vor diesem Hintergrund fand am 9. Februar 2018 das Kick-off-Meeting für den neuen Sonderforschungsbereich 1313 („Grenzflächengetriebene Mehrfeldprozesse in porösen Medien – Strömung, Transport und Deformation“) statt, der Ende November 2017 für eine erste Förderperiode von vier Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt wurde und zum 1. Januar 2018 offiziell seine Arbeit aufgenommen hat. Unter den rund 60 Gästen befanden sich Vertreter der internationalen Partner des SFBs, unter anderem Prof. Alfred B. Cunningham (Montana State University), Dr. Jens Birkhölzer (Lawrence Berkeley National Lab), Prof. S. Majid Hassanizadeh (Utrecht University), Prof. Boyko Gueorguiev-Rüegg (AO Foundation, Davos) sowie Dr. Simon Jörres, der bei der  DFG den Forschungsschwerpunkt vertritt. Die begrüßenden Worte sprach Prof. Thomas Ertl, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Anschließend informierte Prof. Rainer Helmig über Forschungsthemen, Struktur, Projekte und Personen des SFBs 1313. Den folgenden Fachvortrag zum Thema „Die Rolle von Fluiden in porösen Medien: von Nanoporen bis zu Stadtklima“ hielt Prof. Jan Carmeliet von der ETH Zürich.

Bereits 2013 entstand bei Prof. Rainer Helmig und Prof. Christian Rohde die Idee zu diesem Sonderforschungsbereich, der sich in vier Projektbereiche (A: Free flow and porous-media flow, B: Fracture propagation and fluid flow, C: Fluid-solid phase change und D: Benchmarks, computing and visualization) unterteilt und aus insgesamt 16 Forschungsprojekten besteht. Im Vordergrund steht dabei, wie auch beim Exzellenzcluster SimTech, mit dem der SFB eng verknüpft ist, die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Der Sonderforschungsbereich kann dabei auf das Projekt SRP-NUPUS (Stuttgart Research Partnership - iNterdisciplinary Union of Porous media research at the University of Stuttgart) aufbauen. Dieses Projekt besteht seit 2015 und dient dem wissenschaftlichen Austausch der Universität Stuttgart mit 33 internationalen Partneruniversitäten, die ebenfalls im Themengebiet der porösen Medien forschen.

Weitere wichtige Schwerpunkte des SFBs sind eine neue Graduiertenschule, die ein strukturiertes Doktorandenprogramm anbietet, die Förderung von Masterarbeiten durch Stipendien für Auslandsaufenthalte und vor allem auch die Förderung von Frauen, sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im März 2019 wird das erste Statusseminar des SFBs in Blaubeuren stattfinden, zu dem alle Projektmitarbeiter, externen Partner und das Advisory Board eingeladen sind. Das Advisory Board dient der wissenschaftlichen Beratung des Sonderforschungsbereichs und setzt sich aus Prof. Michael Celia (Princeton University) Prof. Inga Berre (University of Bergen) und Prof. Insa Neuweiler (Leibniz Universität Hannover) zusammen. Alle drei sind international ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der porösen Medien und werden den SFB in den kommenden vier Jahren unterstützen.

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