22. Juni 2018 /

Yes, it's #Humboldt: Abschlussveranstaltung in Stuttgart mit SimTech-Student Vincent Wagner

Am 21. Juni 2018 fand an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) die siebte und damit letzte Veranstaltung der „Yes,it’s #Humboldt“- Reihe statt.
[Bild: MWK]

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer diskutierte an diesem Tag gemeinsam mit Vertretern der Universität Stuttgart, der Hochschule für Technik Stuttgart, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Industrie darüber, was gute Lehre ausmacht. Unter ihnen Vincent Wagner, Student im Master-Studiengang Simulation Technology der Universität Stuttgart. Was er unter guter Lehre versteht, verriet er bereits vor der Veranstaltung:

"Gute Lehre erlaubt es jedem Menschen, sein individuelles Potenzial voll zu entfalten. Zu diesem Zweck hat sie die Vielseitigkeit, Personen mit unterschiedlichsten Potenzialen jeweils individuell zu fördern. Sie bereitet Menschen auf verschiedenste Lebensaufgaben vor und vermittelt entsprechende Kompetenzen, sowohl für den beruflichen als auch privaten Bereich. Essenziell ist hierfür die Ausbildung der Lehrkräfte und das Freisetzen und Fördern der intrinsischen Motivation der Lernenden."

In ihrer Eingangsrede sprach Theresia Bauer darüber, dass sich Universitäten heute zu Massenuniversitäten entwickeln. Während es früher ca. 10 % eines Jahrgangs waren, die studierten, sind es heute 60 %. Diese Entwicklung schafft eine neue Ausgangslage für die Lehre, der zunehmend Rechnung getragen werden muss. Was sie dafür aus den vergangenen Veranstaltungen mitnimmt, fasste Ministerin Bauer in fünf Thesen zusammen:

  1. Gute Lehre ist genauso wichtig wie exzellente Forschung. Sie muss aber sichtbarer werden und Kriterien definieren, was genau gute Lehre ausmacht.
  2. Gute Lehre zeigt sich auch im Studienerfolg und damit auch in der Quote der Studienabbrecher. Hier muss hinterfragt werden, warum es teilweise so viele Studienabbrecher gibt, wobei Baden-Württemberg generell sehr erfolgreich und eine geringe Abbruchquote hat.
  3. Gute Lehre bedarf einer Kultur des Feedbacks, die gelebt und gefördert wird.
  4. Auch neue Formate in der Lehre müssen gefunden werden: aktive, interdisziplinäre, digitale und problemorientierte Lernformate.
  5. Neben der Lehre ist vor allem auch die Persönlichkeitsbildung entscheidend. Es geht nicht nur um Leistung und Abschluss, sondern um kritisch denkende Absolventen, die Zusammenhänge einordnen und mit anderen interagieren können.

Vincent Wagner sprach auch noch einmal die 4. These an und beschrieb kurz, wie sehr ihn ein Matheprofessor geprägt und beeindruckt hatte, der für jeden Stoff das optimale Format gesucht hat. Für ihn sei die Suche nach Lehrmitteln und Lehrmethoden ganz essentiell für gute Lehre. Und was sagt er zur Veranstaltung generell?

„Die Auswahl der Leute hat ein sehr differenziertes Bild auf das Thema Lehre an Hochschulen zugelassen. Leider war jedoch die Zeit nicht wirklich ausreichend, um eine richtig tiefgehende Diskussion zu ermöglichen.“

Die drehte sich vor allem um die fünfte und letzte These von Ministerin Bauer. Thomas Gebhard, Vorstand der SPECTRUM AG, attestierte der deutschen Hochschullandschaft einen guten Job zu machen, aber den Absolventinnen und Absolventen würde es teilweise ganz entscheidend an Soft Skills fehlen. Hierüber entstand eine angeregte, wenn auch leider nur kurze Diskussion darüber, wer für die Vermittlung dieser Soft Skills tatsächlich zuständig sei und wie junge Leute sich diese aneignen könnten. Im Anschluss an die Diskussion konnte in individuellen Gespräch bei vorbereiteten Snacks weiterdiskutiert werden.

Über die Veranstaltungsreihe

Die Veranstaltungsreihe des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) geht zurück auf die beiden Landesinitiativen „Wissenschaft lernen und lehren (WILLE)“ sowie „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“, über die das Land an 23 Hochschulen mit insgesamt 49 Projekten die Hochschullehre und ein individuelles Studium fördert.

Über den Studiengang Simulation Technology

Auch das Stuttgarter Zentrum für Simulationswissenschaften (SC SimTech) der Universität Stuttgart legt großen Wert auf gute Lehre und bietet mit seinem Bachelor- und Master-Studiengang Simulation Technology Lehre auf höchstem Niveau. Beide Studiengänge wurden im Rahmen des Stuttgarter Evaluationsmodells im Juli 2017 systemakkreditiert.

Seit 2010 bietet der sechssemestrige Bachelorstudiengang „Simulation Technology“ seinen bis zu 30 Studierenden pro Jahrgang eine breite Grundausbildung. Der Exzellenzstudiengang gibt den Studierenden einen Einblick in die Zusammenhänge der verschiedenen Fachdisziplinen. Es werden alle Bereiche angesprochen, die für die Simulationstechnologie wichtig sind: Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Informatik und Naturwissenschaften. Im Master-Studiengang können die Absolventinnen und Absolventen seit 2013 ihre Ausbildung fortsetzen und sich in bestimmten Anwendungsbereichen spezialisieren. Der forschungsorientierte Master of Science schafft eine hervorragende Grundlage für eine anschließende Promotion.

Erfahren Sie mehr über den Studiengang

Mehr zum Studiengang finden Sie hier. Darüber hinaus können Sie sich beim Tag der Wissenschaft,30. Juni 2018, direkt bei unseren Studierenden über den Studiengang informieren.

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