14. Januar 2020 /

Felix Fritzen nimmt Ruf an Universität Stuttgart an

Dr.-Ing. Felix Fritzen hat den Ruf auf die Heisenberg-Professur (W3) für „Data Analytics in Engineering“ an die Universität Stuttgart angenommen und die Stelle zum 7. Januar 2020 angetreten.

Felix Fritzen studierte von 2001 bis 2006 Maschinenbau und von 2004 bis 2007 Technomathematik an der Universität Karlsruhe. Für seine Diplomarbeit im Bereich Maschinenbau wurde ihm 2007 der Karl-Benz-Preis für eine der zwei besten Diplomarbeiten aus dem theoretischen Bereich verliehen.

2011 promovierte er am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit seiner Doktorarbeit zu „Microstructural modeling and computational homogenization of the physically linear and nonlinear constructive behavior of micro-heterogeneous materials“, wo er von 2011 bis 2012 auch als PostDoc tätig war. Für seine Doktorarbeit erhielt er 2012 den KIT Doktorandenpreis im Kompetenzbereich Materie und Materialien. Von 2012 bis 2015 war Felix Fritzen dort auch Gruppenleiter der Young Investigator Group „Computer-Aided Material Modellig“, die sich mit Mikrostrukturmodellierung, numerischer Homogenisierung und effizienten Multiskalen-Simulationen beschäftigte. 2015 wechselte er schließlich an die Universität Stuttgart und leitete dort bis zu seinem Ruf die Emmy-Noether-Gruppe „EMMA – Efficient Methods for Mechanical Analysis“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG FR2702/6).

Seit 2015 ist er darüber hinaus assoziiertes Mitglied im Exzellenzcluster SimTech. Im ausgelaufenen Exzellenzcluster EXC 310 bearbeitete er im Projektnetzwerk 1 gemeinsam mit Oliver Kunc das Projekt „Data-assisted Constitutive Models“. Im neuen Exzellenzcluster EXC 2075 ist Felix Fritzen Participating Researcher in den Projektnetzwerken 3 (“Data-integrated model reduction for particles and continua”) und 5 (“On-the-fly Model Modification, Error Control, and Simulation Adaptivity”). Er leitet zudem das Projekt PN3-1 mit dem Titel „Processing uncertain microstructural data“, das in enger Zusammenarbeit mit dem von Prof. Dr. Andrea Barth geleiteten gleichnamigen Tandemprojekt PN 5-4 bearbeitet wird. In diesem Projekt geht es vor allem um die bildbasierte Vorhersage mikromechanischer Eigenschaften für stochastische Mikrostrukturen.

SimTech und das starke Umfeld in der Mechanik waren schlussendlich auch entscheidende Gründe warum sich Felix Fritzen 2015 für den Wechsel nach Stuttgart entschied: „Seit ich hier bin, wurden ich und meine Arbeit stark durch den intensiven Austausch mit und in SimTech geprägt. Wissenschaftlich betrifft das vor allem Themen wie Reduced-order Modelling, Materialmodellierung, Uncertainty Quantification und die datenbasierte Modellierung. Hier angekommen, habe ich mich sofort sowohl persönlich als auch wissenschaftlich zu Hause gefühlt. Dazu haben die Kolleginnen, Kollegen und Studierenden maßgeblich beigetragen und das tun sie auch heute noch.“

Mit dem Ruf an die Universität Stuttgart beginnt nun für Felix Fritzen der nächste Abschnitt. Seit dem 7. Januar hat er die DFG Heisenberg-Professur (W3) für „Data Analytics in Engineering“ (DFG-FR 2702/8) inne, deren Ziel es ist, datengetriebene Simulationstechniken zu entwickeln und damit die Simulationswissenschaft als Disziplin zu stärken bzw. zu etablieren. Es handelt sich dabei um eine Professur, die sowohl beim Stuttgarter Zentrum für Simulationswissenschaften (SC SimTech) als auch der Fakultät 2 angesiedelt ist und die im Exzellenzcluster „Daten-Integrierte Simulationswissenschaft“ (EXC 2075) beheimatet ist.

„Ich freue mich außerordentlich mit meiner Forschung im Bereich der datenunterstützten Simulationsmethoden die Universität Stuttgart und den Exzellenzcluster SimTech zu verstärken. Auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern freue ich mich dabei ganz besonders. Den mit der neu eingerichteten Professur verbundenen Herausforderungen blicke ich mit Spannung entgegen. Mit meiner Professur möchte ich zur Neuausrichtung des Exzellenzclusters beitragen und insbesondere langfristig Akzente in Forschung und Ausbildung im Bereich der Simulations- und Ingenieurwissenschaften setzen", so Felix Fritzen anlässlich seines Rufs.


Die Heisenberg-Professur ist Teil des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und wird für die Dauer von 5 Jahren gefördert. Das Ziel des Heisenberg-Programms ist es, herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Berufung auf neu einzurichtende Professuren zu unterstützen.

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