Double Degree

Erfahrungsbericht

Erste DoubleDegree-Absolventen berichten von ihrem Auslandsaufenthalt

Im Wintersemester 2014/15 starteten also erstmals vier Studierende des Masterstudiengangs Simulation Technology ihren Auslandsaufenthalt im niederländischen Eindhoven um den neuen Doppelabschluss zu erlangen. Markus Ganser, Felix Ischinger, Aaron Krämer und Jan-Philipp Wolf werden zusätzlich zum Master of Science im Elitestudiengang Simulation Technology auch im Fach Industrial and Applied Mathematics der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) abschließen.

Nach zwei Semestern in Stuttgart sieht das Curriculum des DoubleDegree zwei weitere in Eindhoven vor. Im ersten Semester ihres einjährigen Auslandsaufenthalts besuchten die vier Studenten Vorlesungen. Diese werden im niederländischen Partnerstudiengang alle auf Englisch angeboten. Die schriftlichen Prüfungen dazu haben die Stuttgarter in Eindhoven erfolgreich absolviert. Dabei fiel ihnen auf, dass diese anders gestrickt sind als an ihrer Heimatuni: „Es gibt weniger Zeitdruck in der Prüfung. Aber man braucht von der Aufgabenstellung her auch mehr Zeit zum Überlegen, um die Aufgaben lösen zu können.“

Die DoubleDegree-Pioniere Markus Ganser, Felix Ischinger und Aaron Krämer vor der TU Eindhoven.

Ab März begann die Masterarbeitsphase. Schon vor der Masterarbeit vor Ort zu sein, sei ein Vorteil des DoubleDegree gegenüber einem gewöhnlichen Auslandssemester, so Markus Ganser. Man lerne die dortigen Dozenten und potentiellen Betreuer schon vorab kennen. Deshalb war es auch nicht schwer, einen passenden Masterarbeitsbetreuer in Eindhoven zu finden. Darüber hinaus wird jeder Studierende von einem zweiten Betreuer aus Stuttgart unterstützt. Den Studierenden kommt diese Struktur entgegen, da der niederländische Studiengang theoretisch mathematisch ausgerichtet ist und so ein deutscher Betreuer aus einem anderen Fachbereich die für SimTech typische Brücke zur integrativen Systemwissenschaft schlagen kann. So wurde Markus Ganser zum Beispiel neben seinem niederländischen Betreuer aus der Mathematik von einen Stuttgarter Professor aus der Materialtheorie begleitet. Gerade den numerisch Interessierten wie Aaron Krämer bietet der DoubleDegree die Möglichkeit, ihren Schwerpunkt weiter zu vertiefen – bei gleichzeitigem Anwendungsbezug. Ob ihre fachliche Spezialisierung in Eindhoven jedoch tatsächlich reibungslos funktionieren würde, das war den Stuttgarter Double-Degree-Pionieren zuvor nicht ganz klar: „Wir wussten nicht, ob wir Fächer finden, die uns gefallen und die zu unserem Stundenplan passen. Diese Befürchtung hat sich aber nicht bestätigt; der Übergang von Stuttgart nach Eindhoven funktioniert sehr gut!“

Kurz nach der Halbzeit war es Zeit für eine erste Abrechnung mit dem DoubleDegree – und das Ergebnis war eindeutig; wenn sie noch einmal die Wahl hätten, würden sie sich auf jeden Fall wieder dafür entscheiden, so die vier.

Kontakt

Dieses Bild zeigt Paul
Dr.-Ing.

Maren Paul

Koordination Studiengänge, Junior Academy