Forschungsfeld G

Integrative Plattform der Reflexion und Bewertung

… bettet unsere Forschung in Fragestellungen aus der Wissenschaftstheorie, Philosophie, Techniksoziologie und Ethik ein. Hier geht es um soziale Akzeptanz neuer Techniken, Technikfolgenabschätzung und die Definition und Bewertung von Unsicherheiten.

Wieso, weshalb, warum?

Die neuen Simulationstechnologien werden die gesamte Wissenschaft beflügeln. Aber wie werden sie in der breiten Öffentlichkeit aufgenommen? In welchem Ausmaß können sie das alltägliche Leben beeinflussen? Werden sie als nützliche Bereicherung gesehen oder abgelehnt?

Solche Akzeptanzfragen sind ein wichtiger Aspekt, den  Philosophen und Sozialwissenschaftler (?)Forschungsfeld G erforschen.

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Die moderne Variante des Cartesianischen Experiments, nach dem denkbar ist, dass unsere Außenwelt nur Projektion ist, wurde in der erfolgreichen Filmtriologie „The Matrix“ durchgespielt.
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Im Sinne einer Technikfolgenabschätzung reflektieren wir unsere Forschungsaktivitäten ethisch und soziologisch. Eine spannende Frage ist zum Beispiel, inwieweit Simulationsresultate die Basis für politische Entscheidungen sein können.

Das untersuchen wir am Beispiel der CO2-Sequestrierung. Wenn Simulationen zu dem Schluss führen, dass CO2 sicher in tiefen Erdschichten eingelagert werden kann, werden entsprechende Pläne womöglich politisch forciert und schließlich umgesetzt. Aber wie sicher ist sicher? Was ist wirklich, was wird wirklich und welche Unsicherheiten gibt es dabei?

Unsere ausgewiesenen Experten in Sachen Technikphilosophie und Wissenschaftstheorie gehen solchen Fragen nach. Die Forscherinnen und Forscher aus diesem Forschungsfeld machen den Kollegen der anderen Forschungsfelder unter anderem Begriffs- und Modellierungsangebote, etwa zur Typisierung von Unsicherheit und Unschärfe. Dadurch entsteht quer durch das Cluster eine differenzierte Betrachtung, die den Projekten sowohl in der Konzeptphase als auch bei der Durchführung zugute kommt.

Alle Fragestellungen in diesem Forschungsfeld betrachten wir auch im Kontext ihrer historischen Entwicklung. Die Geschichte der Simulation ist eng mit der Erfolgsgeschichte des Computers verbunden, die um 1940 begann. Von den damaligen technologischen Anfängen bis zur Jahrtausendwende werden alle Facetten der Simulationstechnologie beleuchtet – auch, um daraus Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu ziehen. 

Koordinatoren Research Area G

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Prof. Dr.

Albrecht Schmidt

Professur für Human-Computer-Interaction, Koordinator Projektnetzwerk 7, Koordinator Research Area G

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Prof. Dr. rer. Pol. Dipl.-Ing.

Meike Tilebein

Koordinatorin Projektnetzwerk 7, Koordinatorin Research Area G