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Date: February 1, 2018,

Wie verhalten sich Fluide an den Grenzflächen von porösen Medien?

Kick-Off für SFB 1313

Brennstoffzellen optimieren, Hangrutsche nach starkem Regen prognostizieren oder Voraussagen über den Transport von Medikamenten im menschlichen Gewebe treffen - das sind nur einige der Anwendungsbereiche des neuen Sonderforschungsbereich 1313, der im November 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt wurde. Am 9. Februar 2018 fällt nun mit einem Kick-off-Meeting der Startschuss für die Projektphase.

Der Sonderforschungsbereich 1313 (SFB 1313) mit dem Titel „Grenzflächengetriebene Mehrfeldprozesse in porösen Medien – Strömung, Transport und Deformation“ versteht sich als interdisziplinäres Forschungsprojekt. „Der SFB 1313 vereint 12 Forschungsgruppen an der Universität Stuttgart aus den unterschiedlichsten Bereichen: von der Mathematik über die Ingenieurwissenschaften bis hin zur Informatik. Aber auch Partner aus dem In- und Ausland werden ihre Expertise in das Projekt einbringen. So haben wir die Möglichkeit, dieses komplexe Thema von allen Seiten zu beleuchten“, verdeutlicht Prof. Rainer Helmig, Sprecher des SFB und Leiter des Lehrstuhls für Hydromechanik und Hydrosystemmodellierung am Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung der Universität Stuttgart.

Ziel des Projektes ist es, ein grundlegendes Verständnis darüber zu entwickeln, wie die Grenzflächen – zum Beispiel zwischen zwei Fluiden oder zwischen einem Fluid und einem Feststoff – Strömung, Transport und Deformation in porösen Medien beeinflussen. Hierfür soll zum einen quantifiziert werden, welchen Einfluss Faktoren wie die Porengeometrie, die Heterogenität und Risse des porösen Mediums auf die Dynamik der Strömungsprozesse ausüben. Zum anderen sollen mathematische und numerische Modelle entwickelt werden, mit denen sich die Auswirkungen von Prozessen, die auf sehr viel kleineren Skalen stattfinden, in Strömungssimulationen integrieren lassen.

Eingebettet ist das Projekt in den Exzellenzcluster Simulation Technology (SimTech) an der Universität Stuttgart, einem interdisziplinären Forschungsverbund auf dem Gebiet der Simulationswissenschaft.

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