Presseinfo 2:  Copyright:

Datum: 13. März 2017, Nr. 2

Informationsoffensive auf der CeBIT 2017

SimTech präsentiert Spitzenforschung auf bedeutendster Leitmesse für digitale Technologien

Die Universität Stuttgart wird in diesem Jahr auch auf der CeBIT, der weltweit wichtigsten Leitmesse für digitale Technologien, mit einem Messestand vertreten sein. Als Mitaussteller auf dem „Baden-Württemberg Gemeinschaftsstand“ zeigt die Universität vom 20. bis 24. März in Halle 6 (Stand B30) dem Messepublikum aus aller Welt attraktive Exponate aus der wissenschaftlichen Spitzenforschung.

Zum Start der CeBIT 2017 sagte Rektor Wolfgang Ressel: „Um unseren industriellen Partner so effizient wie möglich Zugänge zu unseren Forschungsleistungen zu ermöglichen, haben wir als Forschunguniversität von internationalem Rang unsere Aktivitäten im Wissens- und Technologietransfer strategisch neu ausgerichtet und intensiviert.“

Die Universität Stuttgart kann sich gemeinsam mit den Partnerausstellern des Gemeinschaftsstandes über ein reges Interesse aus der Politik freuen. Bereits am ersten Messetag (20. März) haben sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut zum Besuch des Landesstandes angekündigt. Im Rahmen der politischen Gespräche führt die Universität Stuttgart Exponatspräsentationen des Exzellenzclusters SimTech für Simulationstechnologie (Projekt „meSchup“) und des Höchstleistungsrechenzentrums (Augmented Reality in der Fahrzeugentwicklung und Sicherheitsforschung) durch.

Technologieunabhängige smarte Applikationen für Heim-, Büro-, und Industrieumgebungen: „meSchup-Plattform.  (c) Universität Stuttgart/Dieter Meyer
Technologieunabhängige smarte Applikationen für Heim-, Büro-, und Industrieumgebungen: „meSchup-Plattform.

Modellierungs- und Simulationstechnologie: „meSchup“-Plattform
Die Universität Stuttgart präsentiert eine neuartige Technologie-Plattform für das Internet der Dinge, die in den letzten vier Jahren im Rahmen eines europäischen Projekts entwickelt wurde. Aufbauend auf einer neuen Generation von intelligenten Hubs ermöglicht die „meSchup“-Plattform, technologieunabhängige smarte Applikationen für Heim-, Büro- und Industrieumgebungen zu entwickeln und zu betreiben.  Diese "Smart Space Apps" werden nicht auf Smartphones, sondern in der Umgebung ausgeführt und ermöglichen die nahtlose und sichere Zusammenarbeit zwischen Geräten unterschiedlichster Kommunikationstechnologien, Geräte-Plattformen und Herstellern.

Das momentan in Ausgründung befindliche Technologie-Spin-Off meSchup bietet Herstellern von Hardware und Anbietern von IoT- und Smarthome-Lösung die Nutzung dieser Technologie in einem OEM-Modell an und ermöglicht somit eine um ein Vielfaches schnellere Produktentwicklung und Markteinführung neuartiger smarter Produkte. Vorgeführt werden verschiedene innovative Anwendungsbeispiele, wie z.B. die Kontrolle von vernetzten Heimgeräten über Augmented Reality-Schnittstellen oder die Nutzung von Fenstern als "See-Through Displays".

Das SimTech Exzellenzcluster für Simulationstechnologie der Universität Stuttgart ist ein Cluster für die effiziente und umfassende Weiterentwicklung wissenschaftlicher Methoden und Anwendungen auf allen Gebieten der Modellierungs- und Simulationswissenschaften.

 (c) bw-i/Gabriel Poblete Young
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) lässt sich von Thomas Kubitza vom Exzellenzclusters SimTech (mitte) „meSchup“ erläutern.

Höchstleistungsrechnen: Augmented Reality in der Fahrzeugentwicklung und Sicherheitsforschung
Ohne numerische Simulationen ist heutzutage die Entwicklung komplexer Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge nicht mehr denkbar. Nur durch die dadurch möglichen Optimierungen lässt sich die geforderte Effizienz und Qualität realisieren. Auf der diesjährigen CeBIT wird vorgestellt, wie ein berechnetes Strömungsfeld mit Drücken, Geschwindigkeiten und anderen Kenngrößen mit Hilfe von Augmented Reality direkt am realen Objekt interaktiv visualisiert werden kann.Neu ist auch die Anwendung von Augmented Reality in der Unfallrekonstruktion. Ergebnisse von FEM-Crashsimulationen erhöhen die Genauigkeit der Rekonstruktion eines Unfallgeschehens. Sie können zur einfacheren Auswertung auch direkt am realen Fahrzeug visualisiert werden. So wird der Unfallverlauf mit der Annäherung, der Kollision, den Kräften und Verformungen der Fahrzeuge aus verschiedenen Perspektiven nachvollziehbar. Die Szene kann außerdem um virtuelle Objekte wie 3D Scans von anderen Fahrzeugen oder der Umgebung erweitert werden. Die Fahrbahn, Beschilderung, Fahrbahnmarkierungen und Straßenbegrenzungen werden dabei parametrisiert beschrieben, wodurch ein vollständiges Abbild der Unfallszene mit Unfallhergang entsteht. Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) ist das erste Bundeshöchstleistungsrechenzentrum Deutschlands. Das HLRS verfolgt den Ansatz, frühzeitig innovative Architekturkonzepte und Programmiermethoden gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie voranzutreiben, um seine Kunden und Anwender mit neuen Konzepten, eigenen Werkzeugen und prototypischen Umsetzungen zu unterstützen.

Augmented Reality in der Fahrzeugentwicklung und Sicherheitsforschung. (c) Universität Stuttgart/HLRS
Augmented Reality in der Fahrzeugentwicklung und Sicherheitsforschung.